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Schönau. (Fi)

Die Walker waren kaum mehr zu halten: Raus aus der Schönauer Sporthalle, rein in die ausgeschilderten Wanderwege rund um das Klosterstädtchen, um Grein und Altneudorf. Das einzige Manko: Es goss aus vollen Kübeln. Und so waren beim zweiten Nordic-Walking-Tag im Steinachtal wetterbedingt weniger Teilnehmer am Start.

Dennoch konnte Robert Weber, Erster Vorsitzender des Vereins "Fürs Steinachtal aktiv", einige Schmankerl servieren: etwa den recht üppigen und schweren Präsentkorb für die zahlenmäßig größte Gruppe. Die stellten die Walker der TSG Schönau. Und auch der Wanderpokal stand erst einmal zur Ansicht bereit. "Der ist groß, schwer und es geht eine Menge rein", meinte Bürgermeister Marcus Zeitler. Dessen Schirmherrschaft schaffte zwar keine trockene Wanderung, sorgte aber für die Sicherheit beim Gehen über die drei Strecken à sechs Kilometer, zehn Kilometer und 16 Kilometer. Zwischen 140 und 510 Höhenmeter durften so überwunden werden. "Und das über Landesgrenzen hinweg", stellte der Schirmherr fest.

Mit Herold Pfeifer war der Bürgermeister des hessischen Nachbarstädtchens Neckarsteinach mitten unter den Gehern, Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl aus Heiligkreuzsteinach war vertreten und Kreisbeigeordneten Volker Buser überbrachte die Wünsche des Kreises Bergstraße. "Bei schönem Wetter kann jeder", so Busers Anerkennung an die startbereiten Walker.

Der Verein "Fürs Steinachtal aktiv" hatte in Zusammenarbeit mit dem Geo Naturpark Bergstraße Odenwald und den Steinachtalgemeinden Abtsteinach, Heiligkreuzsteinach, Schönau und Neckarsteinach die Nordic-Walking-Strecke Steinachtal eingerichtet und mit diesem Start den zweiten Abschnitt eingeweiht. "Sich Zeit nehmen, die Natur genießen und das bei einer nachbarschaftlichen Zusammenarbeit auf Gemeinde- und Kreisebene, das ist den Begehern der Strecke auch künftig zu wünschen", so Buser.

Etwa eine Stunde war für die kurze "Blaue Strecke" aufzuwenden. "Schwarze Läufer rechts, blau und rot links", gab Robert Weber als Vorsitzender des Veranstalters zum Start bekannt. Dann sammelten sich die Läufer hinter dem weiß-roten Absperrband. Erst beim dritten Versuch war der Startschuss zu vernehmen, konnte das Band durchschnitten werden. Die Feuchtigkeit hatte auch der Schreckschusspistole von Bürgermeister Marcus Zeitler zugesetzt.

Beherzt gingen die Nordic-Walker auf die Strecke. Währenddessen war für deren Rückkehr alles in der Stadthalle gerichtet. Shanta Bär vom ICC in Schönau hatte die Bewirtung übernommen, die Odenwälder Trachtengruppe Steinachtal war für die Tänze und Unterhaltung zuständig, mit der Drehorgel war Karin Kratzert vertreten und den Beistand "von oben" steuerte Christian Dahl in seiner Funktion als Mönch bei.

Eine Infotafel am Schönauer Marktplatz weist den Weg zu den Nordic-Walking Strecken, die konnte auch bei einem Rundgang durch die Altstadt unter Führung von Günther Hammerdorf vom Verein Alt-Schönau betrachtet werden. Einige der Aktionen wurden gefilmt, die Ausschnitte sollen Bestandteil des Werbefilms über das Klosterstädtchen werden, der von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben wurde. "Als nächsten Abschnitt werden wir die Strecke nach Absteinach angehen", kündigte Robert Weber die weiteren Aktivitäten des Vereins an.


RNZ 28.05.13